Sinn und Unsinn eines Besuches bei einem Jobcoach

Besser spĂ€t als nie 🙂

Also ich war nun bei meinem Coach, insgesamt 3x.

Warum? Nachdem ich wieder arbeitslos wurde, war ich bereit jeden, jeden, jeden Job anzunehmen. Das ist kontraproduktiv, wenn man wirklich den Job sucht, der gut zu einem passt und den man auch 40 Jahre lang erfolgreich machen soll. Also rieten mir liebe Kollegen zu einem Coach.

Wie gefunden? Ich bin schon ziemlich selbst reflektierend. Ich war mir nicht sicher, was mir ein Coach erzĂ€hlen könnte, was ich mir nicht selbst erarbeiten kann. Das Stichwort hier ist professionell! NatĂŒrlich kann ich Ratgeber lesen, Feedback bei Kollegen, Freunden und Familie abholen. Aber ein Coach kann die wichtigen Dinge fĂŒr die Jobsuche (Was sind die ĂŒberhaupt?) schneller und effizienter erfassen. Also hab ich ĂŒber Gelbe Seiten mal geschaut, wer bei mir in der Gegend so unterwegs ist. Die Websites, welche mir sympatisch waren, habe ich genauer studiert. Dann habe ich einfach angerufen.

Inhalte: Mein Coach hat sich schon bei diesem ersten GesprĂ€ch 1,5 Stunden Zeit genommen (ohne dass schon berechnet wurde!) Wir haben besprochen, was ich mir grundsĂ€tzlich von ihr verspreche und wo es konkret drĂŒckt.

In den Sitzungen haben wir die Merkmale meines Traumjob herausgearbeitet, die 5 SÀulen meiner IdentitÀt und meine Talente.

Daraus haben wir meinen “Elevator Pitch” destilliert: Was will ich in maximal 5 Minuten zu einem potentiellen Arbeitgeber ĂŒber mich sagen, hĂ€tte ich nur eine Aufzugfahrt lang Zeit, meine USPs sozusagen.

Fazit: Mit einem unbeteiligten Dritten ĂŒber mein Leben und die Jobsuche zu reden war sehr erhellend. Sie hat Aspekte gesehen und Fragen gestellt, die Kollegen, Freunden oder Familie nie in den Sinn gekommen sind. Sie konnte ganz ohne Druck mit mir auch ĂŒber Fehler oder schwierige Dinge reden, was man natĂŒrlich gerade mit den Eltern nicht unbedingt kann 😉

Wenn ihr also das Geld ĂŒbrig habt (vorher klĂ€ren was die Sitzungen kosten werden) lohnt sich so ein Coach auf alle FĂ€lle!

Über die Jobsuche

Ihr kennt mich nicht. Ich bin Alexandra. Ich bin in Asien, Afrika und Europa aufgewachsen. Ich habe studiert. Ich bin Anfang Dreißig und wieder auf der Suche nach einem Job.

Hier möchte ich meine Erfahrungen bei der Jobsuche festhalten, um dazuzulernen.
Ich möchte mich in der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation bewerben. Also interessieren mich gute Artikel. Ich werde ihre Struktur in meinen Lieblingszeitungen analysieren, mir gute Autoren merken und diese weiter verfolgen, vielleicht sogar auf Twitter.
Twitter möchte ich wie die Netzwerke von LinkedIn und Xing nutzen, um schnell die Informationen  zu bekommen, die mir fĂŒr die Kommunikationsbranche noch fehlen. Außerdem erhoffe ich mir noch bessere Vernetzungsmöglichkeiten von Twitter als von LinkedIn.

Ich muss sagen, dass mit die Netzwerke Xing und LinkedIn fĂŒr die Jobsuche gut gefallen. Sofern man sich bei seiner letzten Stelle schon mal ein kleines Netzwerk aufbauen konnte, lassen sich Empfehlungen und Referenzen dazu nutzen, das Netzwerk weiter auszubauen. Und natĂŒrlich muss man schreiben, schreiben, schreiben: Im eigenen Profil, in Foren, an andere Mitglieder. Das direkte Feedback  machen fĂŒr mich die Jobsuche sehr viel weniger frustrierend als vorher. Man wartet nicht wochenlang auf eine, meist nicht einmal eintreffende, Reaktion, wie wenn man sich konventionell ĂŒber Firmenportale bewirbt.

„Wir haben ihre Unterlagen erhalten…aufgrund der Vielzahl an Bewerbungen…melden wir uns baldmöglichst.“

Und dann kommt eben nichts! Nicht einmal eine Absage! Leider ist hĂ€ufig nicht einmal grob herauszubekommen, woran die Absage lag. Also bewirbt man sich weiter, bekommt fĂŒr nur 2 Bewerbungen von 8 eine Antwort und nur bei 2-3 aus 20 eine weitere Nachfrage oder ein BewerbungsgesprĂ€ch.

Also gehe ich seit kurzem zu einem Coach. Ich erhoffe mir dadurch, dass ich meine Bewerbungen zielgerichteter und mit mehr Erfolg verschicken kann. Und dass ich meine StÀrken und Talente besser kennenlerne und diese im gesamten Bewerbungsprozess besser platzieren und vermitteln kann.

Einen Update gibt es die Tage, bis dann 🙂